/ 05.06.2013
Michael Isikoff
Clintongate. Die Geschichte eines Skandals. Aus dem Amerikanischen von Beatrice Beckmann, Gunter Blank, Michael Schmidt, Angela Schumitz
München/Düsseldorf: Econ 1999; 496 S.; geb., 49,90 DM; ISBN 3-430-14969-XObwohl aus der Schilderung des Lewinsky-Skandals die Macht der Medien und die besondere Bedeutung des investigativen Journalismus in der politischen Kultur der Vereinigten Staaten durchaus ersichtlich wird (siehe letzte Umschlagseite), ist die politikwissenschaftliche Relevanz dieses Buches doch als sehr gering einzustufen. Isikoff, dessen Recherchen für das Politmagazin "Newsweek" über die außerehelichen Affären des Präsidenten Clinton für das Amtsenthebungsverfahren gegen diesen von zentraler Bedeutung waren, erläutert die Hintergründe des Skandals aus seiner persönlichen Perspektive und versucht, sein journalistisches Vorgehen Punkt für Punkt zu rechtfertigen. Zwar ist dabei die Bemühung um eine korrekte Dokumentation der einzelnen Ereignisse anzuerkennen. Jedoch erinnern die vielen überflüssigen Details besonders in den Anmerkungen teilweise an den reißerisch-voyeuristischen Stil des Untersuchungsberichtes von Sonderermittler Starr selbst.
Tamara Keating (TK)
Dr., Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 2.64 | 2.22
Empfohlene Zitierweise: Tamara Keating, Rezension zu: Michael Isikoff: Clintongate. München/Düsseldorf: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8031-clintongate_10626, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 10626
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Dr., Politikwissenschaftlerin.
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