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/ 20.06.2013
Stefan Zimmermann

E-Government in Hongkong. Digitalisierung der Verwaltung in einer chinesischen Metropole

Stuttgart: ibidem-Verlag 2004; 133 S.; pb., 24,90 €; ISBN 3-89821-338-2
Hongkong nimmt weltweit eine führende Position bei der Einführung von E-Government-Projekten ein. Bereits seit 1998 wurden entsprechende Projekte seitens der Regierung der weitgehend eigenständigen chinesischen Sonderverwaltungsregion energisch vorangetrieben. Die vorwiegend deskriptiv gehaltene Arbeit enthält im ersten Teil eine genaue begriffliche Abgrenzung des Phänomens gegen verwandte Begriffe sowie eine Darstellung der für Hongkong spezifischen Rahmenbedingungen und der allgemeinen Voraussetzungen für die Einführung solcher Systeme. Anschließend erläutert der Autor die Inhalte der für das E-Government grundlegenden Strategien der Regierung. Danach geht Zimmermann detailliert auf Einzelprojekte ein und erläutert die Probleme bei deren Umsetzung. Zudem gibt er einen Überblick über die tatsächliche Nutzung sowie die Schwachstellen der inzwischen sehr breit ausgebauten Angebote. Diese liegen, so der Autor, vor allem im Bereich der Partizipation, wohingegen Serviceleistungen und Verwaltungsakte in vielen Fällen bereits elektronisch abgewickelt würden. Allerdings würden zunehmend auch kritische Stimmen laut, insbesondere hinsichtlich des Datenschutzes. Nur wenn es der Regierung gelingen sollte, eine noch breitere Akzeptanz und stärkere Nutzung der Angebote zu erzielen, würden die hohen Investitionen ihre Kosten senkende und Effizienz steigernde Wirkung voll entfalten.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.682.212.22 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Stefan Zimmermann: E-Government in Hongkong. Stuttgart: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21994-e-government-in-hongkong_25066, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25066 Rezension drucken
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