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/ 20.06.2013
Said

ich und der islam

München: C. H. Beck 2005; 165 S.; brosch., 14,90 €; ISBN 3-406-53553-4
Der iranische, nichtmuslimische Schriftsteller Said stellt in dieser Textsammlung sein Verhältnis zum Islam dar. Nicht systematisch, sondern in Form von Tagebucheinträgen, Berichten von Unterhaltungen, Eindrücken, Gedanken. Auch ein Radiogespräch mit Hans Maier und ein Brief an Adonis ist abgedruckt. Said konzentriert sich auf den iranischen Gottesstaat, berichtet aber auch von Erlebnissen in Deutschland und Ägypten. Der Band vermittelt die sehr lesenswerte, emotional eingefärbte Perspektive eines iranischen Exilanten auf den Islam. Kluge Gedanken, frei von Rache, stehen dort neben schockierenden Berichten von Folter und Vergewaltigung. Seine Beobachtungen und Überlegungen sind überwiegend differenziert, irritierende Sätze wie „Michael Jackson minus Demokratie ergibt die Islamische Republik Iran“ (17) sind selten. Was die demokratische Perspektive der islamischen Welt anbelangt, klingen die Texte Saids pessimistisch.
Dirk Burmester (DB)
Dr., Politikwissenschaftler, wiss. Angestellter der Freien und Hansestadt Hamburg.
Rubrizierung: 2.232.252.63 Empfohlene Zitierweise: Dirk Burmester, Rezension zu: Said: ich und der islam München: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24668-ich-und-der-islam_28495, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28495 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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