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/ 03.06.2013
Christian Rau

Selbst entwickelte Grenzen in der Rechtsprechung des United States Supreme Court und des Bundesverfassungsgerichts

Berlin: Duncker & Humblot 1996 (Schriften zum Öffentlichen Recht 718); 273 S.; 78,- DM; ISBN 3-428-08861-1
Die Frage nach den Grenzen der Verfassungsgerichtsbarkeit gehört in Ländern mit einem starken Verfassungsgericht wie in Deutschland und den USA zu den heftig diskutierten Fragen von Juristen, Politikern und Politikwissenchaftlern. An Schlagworten herrscht bei solchen Diskussionen wenig Mangel wie beispielsweise das Stichwort Judicial Self-restraint (richterliche Zurückhaltung) zeigt. Rau analysiert, was unter solchen Stichworten zu verstehen ist, in welchen Kontexten die deutsche und amerikanische Verfassungsgerichtsbarkeit eingebunden sind und welche (unterschiedlichen) Methoden die Gerichte zur Begrenzung ihrer Rechtsprechung anwenden. Die hauptsächliche Vorgehensweise besteht dabei zum einen in der Unterscheidung zwischen prozessualen (Beschneidung der Zugangsmöglichkeiten zum Gericht) und inhaltlichen (Prüfungsintensität) Formen der Grenzziehung, zum anderen in der Kategorisierung der von der Rechtsprechung betroffenen Politikfelder (Außen- und Sicherheitspolitik, Wirtschafts- und Sozialpolitik etc.). Vermittels eines solchen analytischen Rasters ist es dem Autor möglich, unterschiedliche Schwerpunkte verfassungsgerichtlicher Aktivität und Passivität auszumachen.
Oliver Lembcke (OL)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.212.642.323 Empfohlene Zitierweise: Oliver Lembcke, Rezension zu: Christian Rau: Selbst entwickelte Grenzen in der Rechtsprechung des United States Supreme Court und des Bundesverfassungsgerichts Berlin: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3337-selbst-entwickelte-grenzen-in-der-rechtsprechung-des-united-states-supreme-court-und-des-bundesverfassungsgerichts_4375, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 4375 Rezension drucken
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