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/ 21.06.2013
Alessia C. Neuroni

Was will der Staat im Web? E-Government-Konzepte in der Schweiz, Italien und Frankreich im Vergleich

Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH 2007; 307 S.; brosch., 29,- €; ISBN 978-3-89669-633-5
Publizistikwiss. Diss. Zürich; Gutachter: O. Jarren, W. A. Meier. – Die Autorin wählt für ihre systematische Vergleichsstudie eine weit gefasste Definition von E-Government als „Digitalisierung des Regierens und Verwaltens“ (38), die aufgrund der unterschiedlichen Ausgangsbedingungen in den drei Untersuchungsländern flexibel genutzt werden kann. Die Analyse der Ziele, Strategien und Konzepte von E-Government erfolgt aus drei verschiedenen Perspektiven: Erstens geht es um den Bereich der staatlichen Kommunikation, zweitens um den Aspekt der Verwaltungsmodernisierung und drittens um den Bereich der elektronischen Demokratie. Die Herausforderung des Staates liege darin, so die Autorin, die kommunikative, die administrative und die demokratische Dimension des E-Governments gleichermaßen zu beachten und entsprechend umzusetzen. Zusätzlich zu den drei Ländern werden die Entwicklungen in der EU berücksichtigt. Im Ergebnis zeigt sich, dass sich – ungeachtet unterschiedlicher nationaler Schwerpunktsetzungen – die staatlichen Aktivitäten im Web auf die Modernisierung und Optimierung administrativer Leistungen konzentrieren. „Überraschend ist die Erkenntnis, dass E-Government-Konzepte von der Verwaltung für die Verwaltung geschrieben worden sind und [...] mit ‚Government’ im engeren Sinne nichts zu tun haben.“ (277)
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.222.52.612.23.2 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Alessia C. Neuroni: Was will der Staat im Web? Konstanz: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/27510-was-will-der-staat-im-web_32265, veröffentlicht am 07.03.2008. Buch-Nr.: 32265 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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