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/ 19.06.2013
Bernhard Schreyer (Hrsg.)

Die "Nation" als Zauberwort der Moderne. Nationales Denken im Liberalismus, Konservatismus und bei den Völkischen im 19. Jahrhundert

Würzburg: Ergon Verlag 2008 (Spektrum Philosophie 32); XII, 268 S.; kart., 37,- €; ISBN 978-3-89913-651-7
Politikwiss. Diss. UniBW München; Gutachter: U. Weiß, G. Küenzlen. – In seiner überaus klar strukturierten Arbeit entwirft der Autor ein Analyseraster, mit dem er die Verwendung des Begriffs „Nation“ im politischen Diskurs Deutschlands im 19. Jahrhundert erläutert. Im Mittelpunkt steht die Untersuchung des Spannungsverhältnisses zwischen Nation und Moderne als Gegenüberstellung von Homo- und Heterogenitätspostulaten, die Schreyer hauptsächlich über eine qualitative Auswertung von Parteiprogrammen vornimmt. Der Autor skizziert zahlreiche Typen des nationalen Denkens und identifiziert drei Funktionen (Legitimation, Integration und Leistungsmobilisierung), deren gemeinsame Aufgabe er in der Loyalitätssicherung respektive in der fortdauernden Nationenbildung sieht. Die Zusammenfassung und weitergehende Deutung beziehungsweise Inbezugsetzung dieser sorgfältig recherchierten Ergebnisse hätte dabei noch mehr Raum einnehmen können.
Tamara Ehs (TE)
Dr. phil., Politikwissenschaftlerin am IWK Wien und Lehrbeauftragte an der Universität Salzburg (http://homepage.univie.ac.at/tamara.ehs/)
Rubrizierung: 5.332.311 Empfohlene Zitierweise: Tamara Ehs, Rezension zu: Bernhard Schreyer (Hrsg.): Die "Nation" als Zauberwort der Moderne. Würzburg: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21580-die-nation-als-zauberwort-der-moderne_35474, veröffentlicht am 13.01.2009. Buch-Nr.: 35474 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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