/ 21.06.2013
Barack Obama
Hoffnung wagen. Gedanken zur Rückbesinnung auf den American Dream. Aus dem Englischen von Helmut Dierlamm und Ursel Schäfer
München: Riemann Verlag 2007; 475 S.; ISBN 978-3-570-50081-1Der demokratische Präsidentschaftskandidat stellt sich mit seinem Buch den potenziellen Wählern vor. Sehr persönlich berichtet er über seine bisherigen Erfahrungen in der Politik: von der Arbeit als Senator erst in Illinois, dann in Washington, von Begegnungen mit Politikern, Lobbyisten und Aktivisten, von Reaktionen der Bürger, von seinen Erfolgen und Misserfolgen. Fast nebenbei definiert er seine Positionen zu allen wichtigen Politikbereichen. In der Sache ist er dabei knallhart und konfrontativ – so etwa in seiner Forderung nach einer allgemeinen Krankenversicherung, nach einem geordneten Rückzug aus dem Irak oder nach sozialer Gerechtigkeit für Minderheiten –, im Stil jedoch versöhnlich und immer darum bemüht, auch die politischen Gegner zu einer konstruktiven Debatte einzuladen. Ob dieser Spagat bei der Basis der Demokratischen Partei so gut ankommt, dass er als Kandidat nominiert wird, muss sich erst noch zeigen. Der Leser erhält einen Einblick in die politischen Forderungen und die Diskussionskultur einer neuen, progressiven politischen Bewegung, die eine starke Sozialpolitik auf der Basis des American Way of Life verwirklichen und die Verantwortung der USA auf der internationalen Bühne im Rahmen multilateraler Kooperation ausüben möchte. Dieses Buch ist damit ein wohltuender Kontrast zu den vielen Publikationen über den vermeintlich dominanten Neokonservatismus der USA.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.64 | 2.1
Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Barack Obama: Hoffnung wagen. München: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/27842-hoffnung-wagen_32698, veröffentlicht am 31.03.2008.
Buch-Nr.: 32698
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Dr., Politikwissenschaftler.
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