/ 20.06.2013
Paula Diehl
Macht - Mythos - Utopie. Die Körperbilder der SS-Männer
Berlin: Akademie Verlag 2005 (Politische Ideen 17); 286 S.; geb., 49,80 €; ISBN 3-05-004076-9Politikwiss. Diss. Berlin. – Die in den Sozialwissenschaften seit den 90er‑Jahren verstärkte Beschäftigung mit dem lange Zeit vernachlässigten Konzept des Körpers und seinen Inszenierungsformen findet zunehmend auch Eingang in die politische Ideengeschichte. Diehl untersucht zum einen, wie die NS‑Propaganda versuchte, die empirische Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit der SS‑Männerkörper visuell zu lösen. Zum anderen liegt das Hauptanliegen der Studie in der Darstellung der NS‑Macht durch die Körperbilder der SS‑Männer und der damit verbundenen Visualisierung des Arier‑Mythos. Die im Spannungsfeld zwischen Politik‑ und Kulturwissenschaft angelegte Untersuchung beansprucht, sowohl das spezifisch Nationalsozialistische in den Körperbildern herauszustellen als auch allgemeiner, die für die Konstruktion, Produktion und Verbreitung von Körperbildern angewandten Techniken des politischen Diskurses aufzuzeigen.
Volker Dreier (VDR)
Priv.-Doz. Dr., wiss. Angestellter, Forschungsinstitut für Soziologie, Universität zu Köln.
Rubrizierung: 2.312
Empfohlene Zitierweise: Volker Dreier, Rezension zu: Paula Diehl: Macht - Mythos - Utopie. Berlin: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24801-macht---mythos---utopie_28671, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 28671
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Priv.-Doz. Dr., wiss. Angestellter, Forschungsinstitut für Soziologie, Universität zu Köln.
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