Skip to main content
/ 21.06.2013
Panajotis Kondylis

Machtfragen. Ausgewählte Beiträge zu Politik und Gesellschaft. Mit einer Einleitung von Volker Gerhardt

Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2006; 173 S.; geb., 34,90 €; ISBN 978-3-534-19863-4
Neben dem Nachruf von Volker Gerhardt und einem ebenfalls bereits veröffentlichten Interview von 1994 beinhaltet der Band den Wiederabdruck des Traktats „Macht und Entscheidung“ und des Artikels „Wissenschaft, Macht und Entscheidung“. Beide Texte veranschaulichen, dass hinter den ideengeschichtlichen Studien von Kondylis, etwa zur Aufklärung, zum Konservatismus, zu den Theorien des Krieges oder zum Niedergang der bürgerlichen Denk- und Lebensform, eine scharfsinnige politische Theorie mit eigenem methodischen Ansatz steht. Sein hier dargelegtes Konzept des deskriptiven Dezisionismus erinnert zunächst an Carl Schmitt, dürfte aber maßgeblich an Max Weber orientiert sein, mit dem er nicht nur sein nüchternes Pathos der Analytik teilt. Nach Kondylis kann angesichts der historischen Relativität das Sinnverstehen nicht bei einer rein phänomenologischen Deutung stehen bleiben, sondern muss notwendig die Begriffe Macht und Entscheidung anwenden.
Frank Schale (FS)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Technische Universität Chemnitz.
Rubrizierung: 5.42 Empfohlene Zitierweise: Frank Schale, Rezension zu: Panajotis Kondylis: Machtfragen. Darmstadt: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26716-machtfragen_31159, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 31159 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA