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/ 11.06.2013
Karsten Fischer

"Verwilderte Selbsterhaltung" Zivilisationstheoretische Kulturkritik bei Nietzsche, Freud, Weber und Adorno

Berlin: Akademie Verlag 1999 (Politische Ideen 10); 175 S.; geb., 98,- DM; ISBN 3-05-003464-5
Phil. Diss. HU Berlin; Gutachter: H. Schnädelbach. - Der Autor unternimmt die theoriegeschichtliche Rekonstruktion von Antworten auf die systematische Frage nach einem Zusammenhang zwischen menschlicher Naturbeherrschung und sozialer Barbarei. Horkheimers und Adornos These aus der "Dialektik der Aufklärung" findet in der zivilisationstheoretischen Kulturkritik von Nietzsche, Freud und Weber ihre Vorläufer. Die Untersuchung will eine grundlegend neue Lesart Adornos vorschlagen und eröffnet einen übergreifenden Zusammenhang der vorgestellten Autoren, wobei die einzelnen Kapitel auch losgelöst von diesem Bezug einen guten Einblick in deren Denken verschaffen. Inhaltsübersicht: 1. Blick zurück im Zorn: Adornos zivilisationstheoretische Kulturkritik und ihre Vorläufer; 2. Die Geburt der Zivilisationstheorie aus dem Geiste der Kulturkritik: Friedrich Nietzsche; 3. "Am Anfang war der Mord" I: Die Zivilisationstheorie Sigmund Freuds; 4. Rationalisierung des Tabu: Max Webers soziologische Wendung zivilisationstheoretischer Kulturkritik; 5. "Am Anfang war der Mord" II: Theodor W. Adornos Radikalisierung zivilisationstheoretischer Kulturkritik; 6. Sozial-ökologische Perspektiven.
Dirk Märten (DM)
Rubrizierung: 5.425.46 Empfohlene Zitierweise: Dirk Märten, Rezension zu: Karsten Fischer: "Verwilderte Selbsterhaltung" Berlin: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10667-verwilderte-selbsterhaltung_12613, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 12613 Rezension drucken
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