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/ 03.06.2013
Thomas Geisen

Antirassistisches Geschichtsbuch. Quellen des Rassismus im kollektiven Gedächtnis der Deutschen

Frankfurt a. M.: IKO-Verlag für Interkulturelle Kommunikation 1996 (Oldenburger Forschungsbeiträge zur Interkulturellen Pädagogik 4); 214 S.; 34,80 DM; ISBN 3-88939-028-5
In diesem Band wird Rassismus nicht als unveränderliche "Naturkonstante" begriffen, sondern von einer Anschauung vom Menschen als einem primär sozialen Wesen ausgegangen. Untersucht werden Gründe für die historische Kontinuität des Rassismus. Wo lagen in der Vergangenheit Ansätze zur politischen Mündigkeit in diesem Bereich? Als Verbindung von ideen- und ereignisgeschichtlicher Betrachtung wird ein Bogen vom Beginn der europäischen Expansion bis zur Gegenwart geschlagen. Fazit des Autors: Solange Menschen andere Menschen unter wertende Kategorien subsummieren, werden notwendigerweise immer neue Verbrechen vorbereitet.
Michael Hein (HN)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Arbeitsstelle für graphische Literatur, Universität Hamburg, freier Lektor, Übersetzer, Publizist.
Rubrizierung: 2.352.23 Empfohlene Zitierweise: Michael Hein, Rezension zu: Thomas Geisen: Antirassistisches Geschichtsbuch. Frankfurt a. M.: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/1375-antirassistisches-geschichtsbuch_1539, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 1539 Rezension drucken
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