/ 21.06.2013
Erik Meyer (Hrsg.)
Erinnerungskultur 2.0. Kommemorative Kommunikation in digitalen Medien
Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2009 (Interaktiva 6); 239 S.; kart., 27,90 €; ISBN 978-3-593-38917-2Die Digitalisierung der Kommunikation schlägt sich nicht nur in der (wissenschaftlichen) Beschäftigung mit der gegenwärtigen Gesellschaft und Politik nieder, sondern betrifft auch das Verständnis der Vergangenheit, die Erinnerungskultur und die Geschichtsvermittlung. Auf die dadurch veränderte Auseinandersetzung mit der Geschichte bezieht sich der Begriff Erinnerungskultur 2.0. Dazu veranstaltete der Sonderforschungsbereich Erinnerungskulturen und das Zentrum für Medien und Interaktivität der Universität Gießen 2006 eine Tagung, aus der dieser Sammelband hervorging. Die Autoren befassen sich unter anderem mit dem Zweiten Weltkrieg in Computerspielen, Wikipedia als Wissensspeicher der Menschheit oder E-Learning und Mediatisierung der Zeitzeugenschaft. Obgleich damit die Geschichtswissenschaft Neuland betritt, wird dieses Themenfeld schon seit längerem von Soziologie, Medien- und Politikwissenschaft erforscht. Interessante Ergebnisse liefern die Beiträge insofern hauptsächlich hinsichtlich des Gegenstands, aber weniger über die Kommunikationsmodi.
Christoph Busch (CHB)
Dr., Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen.
Rubrizierung: 2.22 | 2.23 | 2.333 | 2.35
Empfohlene Zitierweise: Christoph Busch, Rezension zu: Erik Meyer (Hrsg.): Erinnerungskultur 2.0. Frankfurt a. M./New York: 2009, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/31071-erinnerungskultur-20_36941, veröffentlicht am 11.11.2009.
Buch-Nr.: 36941
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Dr., Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen.
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