/ 11.06.2013
Tobias Brönneke
Umweltverfassungsrecht. Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen im Grundgesetz sowie in den Landesverfassungen Brandenburgs, Niedersachsens und Sachsens
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 1999 (Studien und Materialien zur Verfassungsgerichtsbarkeit 76); 542 S.; brosch., 148,- DM; ISBN 3-7890-5903-XRechtswiss. Diss. Göttingen; Gutachter: W. Heun, R. Dreier. - Der Art. 20a GG nimmt in der einschlägigen Fachliteratur einen merkwürdigen Platz ein. Sein Status schwankt zwischen tragendem Verfassungsprinzip, Staatsziel und Programmsatz. Die Untersuchung von Brönneke versucht, den dogmatischen Gehalt der Norm näher zu erfassen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Frage gerichtet, welche Bedeutung dem Umweltverfassungsrecht für die praktische Rechtsanwendung zukommt bzw. zukommen kann und welches staatliche Organ zur Ausgestaltung der Norm im wesentlichen berufen ist.
Inhaltsübersicht: 1. Modelle der Verankerung des Umweltschutzes in der Verfassung; 2. Zur Entstehung der Umweltverfassungsnormen; 3. Zentralbegriffe der Umweltverfassungsnormen; 4. Grundstrukturen verfassungsrechtlicher Umweltverantwortung; 5. Umweltverfassungsnormen im Rahmen der Verfassungsordnung; 6. Die Komplexität technisch-naturwissenschaftlicher Zusammenhänge, das Prognoseproblem und der Umgang mit Risiken; 7. Umweltverfassungsrechtliche Verfahrensfragen; 8. Das Umweltverfassungsgerecht in der Normenhierarchie; 9. Die Umweltverfassung im System der Gewaltenteilung; 10. Ergebnis: Der dogmatische Gehalt der Umweltverfassungsnormen.
Oliver Lembcke (OL)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.341 | 2.325
Empfohlene Zitierweise: Oliver Lembcke, Rezension zu: Tobias Brönneke: Umweltverfassungsrecht. Baden-Baden: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10826-umweltverfassungsrecht_12803, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 12803
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Dr., Politikwissenschaftler.
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