/ 18.06.2013
Renate Mayntz / Wolfgang Streeck (Hrsg.)
Die Reformierbarkeit der Demokratie. Innovationen und Blockaden. Festschrift für Fritz W. Scharpf
Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2003 (Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung 45); 367 S.; kart., 44,90 €; ISBN 3-593-37299-1Diese Festschrift anlässlich der Emeritierung Scharpfs vereinigt elf Aufsätze, die sich mit zentralen Fragen seines Werks auseinander setzen. „Die von Scharpf wissenschaftlich untersuchte Politik war und ist die Politik eines Staates" - wie die Herausgeber schreiben -, „der sich als Instrument effektiver und zielsicherer kollektiver Selbststeuerung einer handlungsfähigen Gesellschaft versteht" (9). Es geht „um Effektivität gleichermaßen wie um Legitimität, und nicht zuletzt um Effektivität als Quelle von Legitimität" (9); denn Scharpf habe den Konflikt zu Effektivität und Legitimität mit dem Argument aufzulösen gesucht, „dass Demokratie nichts wert ist, wenn sie nichts zustande bringt, und Werte nur dann etwas bedeuten, wenn sie einen Weg zu ihrer Verwirklichung finden" (10 f.).
Aus dem Inhalt:
Renate Mayntz / Wolfgang Streeck:
Einleitung: Die Reformierbarkeit der Demokratie: Innovationen und Blockaden (9-28)
I. Reformen und Innovationen
Helmut Wiesenthal:
Beyond Incrementalism: Sozialpolitische Basisinnovationen im Lichte der politiktheoretischen Skepsis (31-70)
Colin Crouch:
Institutions Within Which Real Actors Innovate (71-98)
II. Politik und Demokratie in Europa:
Adrienne Héritier:
Containing Negative Integration (101-121)
Andrew Moravcsik / Andrea Sangiovanni:
On Democracy and „Public Interest" in the European Integration (122-148)
III. Die Handlungsfähigkeit der Demokratie
Manfred G. Schmidt:
Die „komplexe Demokratietheorie" nach drei Jahrzehnten (151-172)
Roland Czada:
Der Begriff der Verhandlungsdemokratie und die vergleichende Policy-Forschung (173-204)
Arthur Benz:
Konstruktive Vetospieler in Mehrebenensystemen (205-236)
IV. Föderalismus und Unitarismus
Klaus von Beyme:
Die Asymmetrisierung des postmodernen Föderalismus (239-258)
Gerhard Lehmbruch:
Das deutsche Verbändesystem zwischen Unitarismus und Föderalismus (259-288)
V. Erklärung und Verallgemeinerung
Volker Schneider:
Komplexität und Policy-Forschung: Über die Angemessenheit von Erklärungsstrategien (291-317)
Vivien A. Schmidt:
The Boundaries of „Bounded Generalizations": Discourse as the Missing Factor in Actor-Centered Institutionalism (318-350)
Heinz-Werner Höffken (HÖ)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
Rubrizierung: 1.3 | 2.2 | 5.41 | 2.21 | 3.1
Empfohlene Zitierweise: Heinz-Werner Höffken, Rezension zu: Renate Mayntz / Wolfgang Streeck (Hrsg.): Die Reformierbarkeit der Demokratie. Frankfurt a. M./New York: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19305-die-reformierbarkeit-der-demokratie_22428, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 22428
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
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